bremsen-service
"Wer bremst verliert!"

     "Wer nicht bremst, zahlt!"

            "Wer nicht bremsen kann, zahlt drauf!"

Nun die Bremsen sind wohl neben der Lenkung die für die Sicherheit wichtigsten Teile Ihres Fahrzeugs. Aus diesem Grunde ist es wichtig wirklich regelmäßig den Zustand und die einwandfreie Funktion zu prüfen.

Was wir prüfen

 

 Was für Sie tun

  • Sichtprüfung der Bremsanlage
  • Kontrolle der Bremsscheiben, Bremstrommeln und Bremsbeläge auf Abnutzung
  • Überprüfung der Bremsflüssigkeit hinsichtlich Füllmenge, Wassergehalt und Siedepunkt
  • Überprüfung der Bremsleitungen auf Dichtigkeit und Korrosion
  • Prüfung der Bremsleistung an Betriebs- und Feststellbremsen auf dem Bremsenprüfstand
  • Ggf. elektronische Diagnose falls Bremsassistenten vorhanden sind
 
  • Austausch der Bremsbeläge
  • Wechsel der Bremsflüssigkeit
  • Austausch der Bremsscheiben
  • Instandsetzung des hydraulischen Systems
 

 
Sie prüfen selbst täglich beim ersten Tritt auf das Bremspedal?

  • Toll, aber damit werden Sie nicht erfahren,
    • ob die Funktion auch beim nächsten Tritt auf's Pedal wieder da ist
    • wie oft die Funktion noch da sein wird
    • wie die Bremskraft verteilt ist
    • ob die Scheiben oder die Trommeln schon leiden
    • ob die Dichtheit aller Komponenten gegeben ist

Wie oft soll man prüfen lassen ?

  • Nun in der Regel wird die Prüfung beim km- oder Jahresservice ausreichend sein.
  • Sie können natürlich auf Nummer sicher gehen und zusätzlich beim Reifenwechsel eine Sichtprüfung für Scheiben und Beläge anordnen.
  • Die Bremsflüssigkeit wird standardmäßig bei jeder §57 Pickerl-Überprüfung untersucht.
  • Sollten Sie aber weitere Reisen in Angriff nehmen wollen, oder sich etwaige Probleme mit dem Bremssystem zeigen, sollten Sie unbedingt eine eingehende Überprüfung durchführen lassen.

Woran erkenne ich selbst Probleme mit dem Bremssystem ?

  • ungewöhnlichen Schleifgeräusche
  • Pulsieren des Bremspedals
  • verlängerter Bremsweg
  • undeutlicher Bremspunkt (weiches Bremspedal)
  • stark nachlassende Bremswirkung bei längeren bergab Passagen
  • merklichem Ziehen des Fahrzeugs beim Bremsen in eine Richtung

Was verschleißt an der Bremsanlage?

  • Die Bremswirkung wird durch Reibung zwischen einem feststehenden Teil (Bremsbelag) und einem drehenden Teil (Bremsscheibe oder Bremstrommel) erzielt.
  • Dabei entsteht Wärme und Abrieb am Bremsbelag. Je weicher der Bremsbelag umso größer die Reibung (Bremswirkung), aber auch der Abrieb (Verschleiß).
  • Die Bremsbeläge sind auf Stahlteilen aufgebracht. Ist der Bremsbelag verschlissen, wird mit den Stahlteilen gegen die  Bremsscheiben, bzw. Bremstrommeln gebremst. 
  • Dabei ist die Reibung und damit auch die Bremswirkung geringer, aber viel schlimmer, die Bremsscheiben, bzw. Bremstrommeln werden zerstört.
  • Achten Sie darauf, dass die Beläge rechtzeitig ersetzt werden, denn der Austausch von Bremsscheiben, bzw. -Trommeln ist wesentlich kostenintensiver.
  • Die Haltbarkeit der Bremsbeläge ist konstruktionsbedingt von Modell zu Modell verschieden und hängt darüber hinaus von der Einsatzart des Fahrzeugs und dem persönlichen Fahrstil ab. 

Wieso muss man die Bremsflüssigkeit tauschen?

  • Das Problem ist, dass Bremsflüssigkeit Wasser bindet.
  • Durch kleine sonst kaum merkliche Undichtigkeiten im Hydraulik-System kann die Hydraulik-Flüssigkeit Wasser aus der Luft binden.
  • Je höher der Wasseranteil in der der Bremsflüssigkeit, um so niedriger der Siedepunkt. Bei niedrigem Siedepunkt können sich bei  intensivem Bremsen Dampfblasen bilden die den Druck auf die Beläge und somit auch die Bremswirkung drastisch reduzieren.
  • Die Intensität der Wasseraufnahme hängt im Wesentlichen von der Dichtheit der Bremskreisläufe, aber auch von den Umweltbedingungen (Garage vs. Laternenparkplatz) ab.
  • Ein Wechsel muss etwa alle 1 bis 3 Jahre erfolgen.

Und wenn mein Fahrzeug Sensoren hat ?

  • Dann ist das eine feine Sache!
  • Es muss Ihnen aber wirklich klar sein, zu welchem Zeitpunkt wofür eine Anzeige erfolgt.
  • Wird das Ende des Bremsbelags erst am Ende des Bremsbelags gemeldet, müssen Sie auf der Stelle die Beläge tauschen, ansonsten können Scheiben, bzw. Trommeln in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Und mein ABS?

Ohne ABS (Anti-Blockier-System) blockieren die Räder bei einer Vollbremsung. Dadurch kann man das Fahrzeug nicht mehr lenken und in einen unkontrollierbaren Zustand geraten.

Das Antiblockiersystem (ABS) verhindern das, indem die Bremswirkung sehr schnell abgesenkt und erhöht wird wird um eine optimale Bremswirkung zu erreichen, ohne dass die die Räder dabei blockieren. Die optimale Verzögerung erreicht man bei einem Bremsschlupf von etwa 10 bis 25 Prozent. Ein geübter Fahrer kann diesen engen, optimalen Bereich mit einiger Übung annähernd erreichen. In einer Extremsituation sieht das dann zumeist aber anders aus.

Bei älteren Fahrzeugen werden meist die Vorderräder individuell, die Hinterräder hingegen gemeinsam angesteuert.

In aktuellen Fahrzeugen wird jedes Rad individuell geregelt. Jedes Rad verfügt über einen Raddrehzahlsensor und das System funktioniert ab einer Geschwindigkeit von etwa 6 km/h. Solange das Bremspedal getreten ist, wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und der einzelnen Räder laufend verglichen. Laufen die Werte auseinander wird die Bremskraft entsprechend neu verteilt. Die Radbremse setzt die Bremswirkung an den einzeln angesteuerten Rädern um.