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Swing kann auch schaden ... aber

Bodenhaftung bringt's !

Stoßdämpfer haben wichtige Funktionen zu erfüllen – sowohl für die Fahrsicherheit als auch für den Komfort.

Sie sorgen dafür, dass die Federung Ihr Fahrzeug bei dynamischen Belastungen nicht zum Schwingen bringt und die Reifen immer den Kontakt zur Straße halten.

So wird einerseits verhindert, dass das Fahrwerk beim Einfedern (bei starken Bodenunebenheiten) „durchschlägt“ und andererseits beim Ausfedern "abhebt". Beides ist nötig um ein stabiles und sicheres Fahrverhalten sicher zu stellen.

Durch die Stoßdämpfer bleibt das Auto in der Spur wenn Sie bremsen, in Kurven oder auf Kopfsteinpflaster fahren bzw. starken Seitenwinden ausgesetzt sind. Des Weiteren reduzieren die Stoßdämpfer die Schläge, die durch die Radaufhängung übertragen werden.

Arbeiten die Stossdämpfer nicht mehr richtig fährt sich Ihr Wagen nicht nur unangenehm, es ist einfach sehr gefährlich!

Ganz egal ob Ihr Auto leer oder beladen ist, ob Sie langsam rangieren oder schnell zum nächsten Termin fahren, ob Sie mit Dachgepäckträger oder Anhänger unterwegs sind oder auch nur die Spur wechseln. Immer und überall sorgen Ihre Stoßdämpfer für den richtigen Kontakt zur Straße. Komfort, Sicherheit und Sportlichkeit werden ganz wesentlich durch die Stoßdämpfer beeinflusst.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Das Problem ist, dass sich die Funktion zumeist nicht von einem Tag auf den anderen wesentlich verändert, sondern sich schleichend verschlechtert. Dadurch bemerkt man das kaum und kompensiert die nachlassende Funktionalität durch ein angepasstes Fahrverhalten.

Im Normalfall wird das auch ganz gut klappen, aber in Extremsituationen wird man die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren und die Folgen können drastisch sein.

Das Deutschen TÜV hat festgestellt, dass bereits bei 11 bis 15 Prozent aller PKW über drei Jahre die Stoßdämpfer nicht mehr richtig funktionierten. Bei den älteren Fahrzeugen waren es sogar bis zu 20 Prozent.

Unser Rat

Lassen Sie Fahrwerk zumindest alle 20.000 km überprüfen und defekte Komponenten austauschen, dann werden auch Sicherheitssysteme wie ESP und ABS ihre Arbeit tun. 
Bei normaler Beanspruchung und ohne spezifischen Schäden arbeitet ein Stoßdämpfer etwa 60.000 bis 80.000 km problemlos, danach tritt eine gewisse Ermüdung auf.

Woran erkenne ich defekte Stossdämpfer?

  • Mehrfaches Nachschwingen, wenn man das Fahrzeug an den Ecken mit der Hand in Schwingungen versetzt (einfacher Funktionstest, das Verhalten zeigt sich vor allem bei Dämpfern, die völlig funktionslos geworden sind)
  • Nach Unebenheiten schwingt das Fahrzeug nach
  • Poltergeräusche auf schlechten Straßen bei niedriger Geschwindigkeit
  • Ungleichmäßige Abnutzung von Reifen und erhöhter Reifenverschleiß
  • Flatternde Lenkung
  • vielfach unterbrochene Bremsspur nach Vollbremsung wegen springender Räder
  • schwammiges Kurvenfahrverhalten, bei welliger Fahrbahn driftet das Fahrzeug nach außen
  • steigende Seitenwindempfindlichkeit
  • ESP und ABS arbeiten nicht wie gewohnt
  • gänzlich defekte Dämpfer erkennt man auch durch erhebliche Mengen austretenden Öls an den Kolbenstangen der Dämpfer. Umgekehrt kann aber aus einem vollkommen dichten Stoßdämpfer nicht die einwandfreie Funktion abgeleitet werden.

Wie wirken sich defekte Stossdämpfer aus?

  • Bremsweg verlängert sich
  • Kontrollverlust in Kurven, speziell auf holpriger Fahrbahn
  • Erhöhte Aquaplaning-Gefahr 
  • Größerer Reifenabrieb durch Schlupf
  • starker Verschleiß an der Radaufhängung, den Radlagern und Federn
  • Höherer Rollwiderstand und dadurch auch höherer Benzinverbrauch 
  • Abnehmender Fahrkomfort
  • ESP und ABS arbeiten nicht mehr zuverlässig

Welche Arten von Stoßdämpfern gibt es?

In der Vergangenheit wurden oft mechanische Stoßdämpfer verwendet die auf Reibung basierten. Heute werden im Fahrzeugbau aber nahezu nur mehr Hydraulische Stoßdämpfer eingesetzt.

Hydraulische-, bzw. Gasdruck-Stoßdämpfer

Prinzip:
Die Dämpfung wird hier mit Öl erreicht, welches in einem Zylinder durch einen Kolben komprimiert wird und durch verengte Kanäle fließen muss um den ausgeübten Druck auszugleichen. Das heißt, die Bewegungsenergie der Feder wird durch Flüssigkeitsreibung in Wärme umgewandelt. Der Einsatz von Gas, wie Luft oder Stickstoff ist notwendig, da Flüssigkeiten nicht komrimierbar sind und das Gas als federnde Komponente dient.

Man unterscheidet je nach konstruktiven Aufbau Ein- und Doppelrohr Gasdruckstoßdämpfer, wobei das Doppelrohrsystem die einfachere, universellere Technik darstellt. 

einzelrohrdaempfer doppelrohrdaempfer
Einrohrdämpfer Doppelrohrdämpfer

prinzip stossdaempferFunktionsprinzip

A ... Kolbenstange
B ... Luftpolster oder Stickstoffpolster
C ... Aussenrohr
D ... Arbeitskolben mit Ventilen
E ... Dämpferöl
F ... Innenrohr mit Ventilen

Ausschlaggebend für die Eigenschaften sind dabei:

  • Dimensionierung der einzelnen Teile und der Ventile 
  • Viskosität des verwendeten Öls
  • Druck des Gases