zahnriemen-service

Herrlich leise verrichtet er sein Werk, doch

Fluch und Segen liegen dicht beieinander

Der Zahnriemen besticht durch die Charakteristika günstig, einfach und geräuscharm. Seit seiner Erfindung vor etwa 50 Jahren revolutionierte er den Nockenwellenantrieb und bereitete der Vierventiltechnik den Weg. Doch nachdem Motorschäden immer häufiger auftraten hat man erkannt, dass die Zahnriemen im Alter zu Schäden neigen und sogar die Aufgabe des Motors droht. 

Der Zahnriemen ist heute der Standardantrieb für die Ventilsteuerung, auch wenn einige Autobauer zur Rollenkette zurückkehrten. Moderne Zahnriemen haben technologisch einen sehr hohen Reifegrad erreicht und sind weitgehend abgekapselt verbaut um Öl, Schmutz und Feuchtigkeit fern zu halten. Die Haltbarkeit liegt je nach Hersteller von 40.000 km aufwärts, wobei aber bereits auch die Empfehlung für einen Wechsel nach etwa 6 Jahren ausgegeben wird. Dies deshalb, weil nicht nur Beanspruchung, sondern auch Materialermüdung durch Alterung eine Rolle spielen.

Nun der Fluch aber ist, dass ein Riss des Zahnriemens in der Regel einen kapitalen Motorschaden nach sich zieht.

unser Rat

Natürlich gibt es klare Vorschriften der Hersteller zum Tausch des Zahnriemens und wir empfehlen diese auch dringend einzuhalten, aber lassen Sie auch zumindest alle 30.000 km eine Sichtprüfung durchführen. Hier können mechanische Schäden wie Einrisse, fehlende oder beschädigte Zähne erkannt werden und die nötigen Schritte eingeleitet werden bevor es zu spät ist.

Wozu braucht mein Wagen einen Zahnriemen?

Der Zahnriemen stellt das Verbindungsglied zwischen der Nockenwelle und Kurbelwelle dar. Er überträgt die Rotation von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle um die Ansteuerung der Ein- und Auslassventile durchzuführen. Nur wenn die Steuerzeit genau aufeinander abgestimmt ist, kann ein Motor richtig laufen. Da auch die Wasserpumpe und die Lenkungspumpe häufig über den Zahnriemen angetrieben werden sind zumeist Umlenkrollen und auch eine Spannrolle nötig um dies zu gewährleisten.  

Was geschieht, wenn der Zahnriemen reißt?

Wenn der Zahnriemen reißt drehen sich sowohl Kurbelwelle als auch Nockenwelle vorerst einmal weiter. Die Nockenwelle betätigt also die Ventile und schiebt sie in die Brennräume der Zylinder. Die Kurbelwelle ihrerseits schiebt die Kolben in den Zylindern auf und ab. Dies geschieht aber ohne Zahnriemen nicht mehr koordiniert und so schlagen die Kolben zumeist auf die Ventile, zerstören diese, den Zylinderkopf oder nehmen selbst Schaden. Auch Pleuel und Kurbelwelle, Lager, etc. können durchaus Schaden nehmen.

Das wollen wir alle nicht erleben, denn dann wird es wirklich teuer.

Soll man auch die Wasserpumpe tauschen?

Mit dem Tausch des Zahnriemens sollten auf jeden Fall die Umlenkrollen und gegebenenfalls die Spannrolle getauscht werden. Ein Tausch der Wasserpumpe ist ratsam wenn für den Zahnriemen z.B. ein Wechselintervall von 80.000 km festgelegt ist, denn es ist nicht anzunehmen, dass diese 160.000 km laufen wird und wenn schon mal alles abgebaut ist ...

Wie auch immer, es ist Ihre Entscheidung und wir werden das mit Ihnen im Vorfeld besprechen.